Kalender für Vermieter - Dezember

6. September 2018 16:33

Das Immocrowding -Team erinnert Sie regelmäßig an anfallende Aufgaben der Immobilienverwaltung.

Wenn man die Betriebskostenabrechnung bis zuletzt hinauszögert, da sie fast immer mit einem größerem Zeitaufwand verbunden ist, muss man spätestens im Dezember dieses Jahres die Betriebskosten von dem vorangegangenen Jahr abrechnen. Dies trifft eigentlich jeden Vermieter,  solange der Mieter neben der Nettomiete monatliche Vorauszahlungen auf die Betriebskosten gemäß seinem Mietvertrag zahlt. Dies richtet sich aber nach dem jeweiligen individuellen Abrechnungszeitraum.

Hilfreich kann auf alle Fälle sein, wenn man  sich einen Ordner mit den Rechnungen des Objektes und einen mit den Bescheiden der öffentlichen Hand zurechtgelegt hat.

Welche Kosten man umlegen kann, regelt der § 2 der Betriebskostenverordnung.

Demnach gehören Grundsteuer, Wasser, Abwasser/Entwässerung, Warmwasser ( Legionellenprüfung) , Heizung , Gebäudereinigung, Heizung, Aufzug, Strassenreinigung/Müll, Garten, Beleuchtung, Kaminkehrer, Sach-und Haftpflichtversicherung, Antenne/Breitband/SAT, Einrichtungen der Wäschepflege und sonstige Betriebskosten zu den Betriebskosten. Tätigt der Hausmeister Reparaturarbeiten für den Hausherrn, muss man diese herausrechnen.

Sonstige Betriebskosten muss man im Mietvertrag vereinbaren, wenn z. Bsp. die Rauchmelder gewartet werden oder Kosten für ein Schwimmbad vorhanden sind.

Ich achte immer darauf, dass die Betriebskostenabrechnung klar und verständlich ist und dem Mieter klar wird, was er warum zahlen soll.  Mindestens sollte sie den Abrechnungszeitraum, die Gesamtkosten des Hauses, den Verteilerschlüssel, die Berechnung der Kosten für die Einzelwohnung und die Berücksichtigung der Vorauszahlungen beinhalten.

Meist werden die Kosten nach der Wohnfläche oder der Personenzahl verteilt. Die Schlüssel muss man in der Abrechnung erklären. Die Heizkosten lesen und rechnen entweder Firmen ab oder aber man macht es selber. Dies ist ein wenig aufwendig, spart aber ihren Mietern viel Geld, da die Kosten auf die Mieter umlegbar sind. Hierfür benötigt man dann wieder Zähler. Das Thema ist so umfangreich, dass man einen eigenen Blog damit füllen kann. Hat man die Heizkosten ermittelt, muss man mind. 50 % der Kosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abrechnen. Die anderen 50 % verteilt man gemäß der Fläche. Es gibt aber auch andere Verteilerschlüssel. So ist die 70/30 –Verteilung oft im Gebrauch.

Ist man zeitlich ganz knapp an der Grenze, sollte man die Zustellung am besten mit Boten bewerkstelligen. Es ist nämlich das Datum des Zugangs der Abrechnung beim Mieter ausschlaggebend.

Weiterhin überlegt man sich oft zu spät, ob  man noch für dieses Jahr steuerliche Abschreibung benötigt. Manchmal ist es sinnig, noch kurz vor Jahresende eine Reparatur durchzuführen. Man muss es nur schaffen, noch kurz vor Schluss einen Handwerker zu motivieren und die Arbeit dieses Jahr noch fertigzustellen und die Rechnung zu bezahlen.

Weiter ist noch dieses Jahr zu beachten, dass die Übergangsfrist bezüglich Rauchmelder abgelaufen ist. Jede  Wohnung ist jetzt mit Rauchmeldern auszustatten.